Erlebnis

Um uns herum ist Wasser. Überall. Selbstverständlich. Ob wir es sehen oder nicht. Gefroren, in flüssiger Form oder in der Luft. Die Virtual Reality Glacier Experience vermittelt Zusammenhänge zwischen Klimawandel, Gletscherentwicklung und Wasserhaushalt. Die VR Glacier Experience wurde im Rahmen des Jubiläumsprojekts #gkb2020 der Graubündner Kantonalbank ermöglicht.

Ein virtuelles Erlebnis

Die Virtual Reality Glacier Experience macht erlebbar, wie sich der Klimawandel auf den Morteratschgletscher und seinen Wasserhaushalt auswirkt. Mitarbeitende der Zürcher Hochschule der Künste sowie der Universität Freiburg haben die Experience gemeinsam entwickelt.

Vier geführte, virtuelle Touren rund um den Morteratsch

Die zwei einheimischen Tourguides, Andri und Ladina, empfangen die Besuchenden in der virtuellen Realität und führen sie an ausgewählte Standorte rund um den Morteratschgletscher. Nach einer kurzen Einführung stehen vier Exkursionen zu unterschiedlichen Themen zur Wahl (im VR-Menu):

Die erste Tour eröffnet bisher unbekannte Sichtweisen und zeigt das Wasservorkommen im und um den Gletscher auf, aber auch in den Wolken sowie im Erdboden und im Felsen. Die zweite Exkursion lässt die Besuchenden den Wasserhaushalt – von der Wasserspeicherung bis zum saisonalen Wasserabfluss – in Vergangenheit, Gegenwart und Zukunft (1875-2100) erleben. Die dritte Tour auf den Spuren des Schneehuhns thematisiert die Veränderung der Fauna. Und schliesslich erfahren die Besuchenden mehr über das Projekt Mortalive, das den Gletscherschwund durch eine künstliche Beschneiung verlangsamen will.

Eintauchen und erleben

Die Exkursionen sind so unterhaltsam wie lehrreich. Die Besuchenden tauchen mit ihren Virtual-Reality-Brillen in eine dreidimensionale künstliche Welt ein und erleben die Veränderungen, welche der Klimawandel im hochalpinen Raum mit sich bringt, und werden sich in individuellen Lernmomenten der enormen Herausforderungen bewusst.

Die Tourguides, Andri und Ladina, wie auch die Schauplätze wirken real und plastisch. Die Schauspieler wurden mit einer 3D-Kamera gefilmt und begegnen uns dank der zukunftsträchtigen Technologie des volumetrischen Videos beinahe lebensecht. Das Terrain des Val da Morteratsch wurde mit hunderten von fotografischen Aufnahmen realitätsgetreu in die virtuelle Welt übertragen und begehbar gemacht.

Von der realen in die virtuelle Umgebung und wieder zurück

Der Übergang vom realen Ausstellungsraum in die virtuelle Welt der Virtual Reality erlebt das Publikum als fliessend. So finden sich Gestaltungselemente der Ausstellung wie ein abstrahiertes Bergpanorama in den VR-Erlebnissen wieder. Die Besuchenden können sich im virtuellen Raum bewegen und erfahren die markanten Veränderungen in anschaulichen Szenarien sozusagen am eigenen Körper. Zudem können sie sich im Verlauf der Exkursionen aktiv einbringen, zum Beispiel indem sie den Tourguide unterstützen, Schneehühner zu entdecken.

Für die Forschungsgruppe Knowledge Visualization der Zürcher Hochschule der Künste haben am Projekt VR Glacier Experience mitgewirkt: Niklaus Heeb (Projektleitung), Jonas Christen, Noemi Chow, Reto Spoerri, Meike Eckstein, Thomas Schärer, Olav Lervik, Doro Müggler, Samuel Streiff und Lea Schellenberg.

Kontakt

Talstation Diavolezza
CH-7504 Pontresina
+41 81 839 39 10
info@glacierexperience.com

Anreise

Öffnungszeiten

täglich von 08.30 Uhr bis 16.00 Uhr, Gruppen auf Anfrage

Das ganze Besucherzentrum ist barrierefrei.